Historie
Vom ersten Schraubenschlüssel zur Meisterwerkstatt
Der Weg von Daniel Nagler – in Stationen.
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1985
Aufgewachsen in Unterfranken
Geboren 1985, aufgewachsen im beschaulichen Martinsheim in Unterfranken, zwischen Mainschleife und Steigerwald. Väterlicherseits eine Handwerkerfamilie: der Großvater Wagner, der Vater Schreiner, der Onkel im Fahrzeugbau bei Mercedes-Benz Iglhaut, dazu Metzger, Maler und Verputzer sowie Maurer. Die Mutter ist Grundschullehrerin. Handwerkliches Geschick und akademischer Anspruch – diese Mischung prägt ihn bis heute.
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90er
Früh begeistert von Computern
Ein Kind der 90er: LAN-Partys mit Freunden und früh die Begeisterung für EDV – der Grundstein für das spätere Informatikstudium.
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2002
Ausbildung bei Mercedes-Benz Iglhaut
Ausbildung zum Kraftfahrzeugmechaniker bei Mercedes-Benz Iglhaut in Marktbreit – je zur Hälfte in der Nutzfahrzeug- und in der Pkw-Werkstatt. Dabei sammelt er viel Erfahrung und baut Wissen auf – an Klassikern und bei den Allradumbauten im Fahrzeugbau: Iglhaut baut den „Bremer“ Transporter und später den Sprinter auf Allrad um – einer der Mitentwickler des Systems ist sein Onkel. Hier wächst die Begeisterung für den Maschinenbau.
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Mit 18
Die erste Rennmaschine
Mit 16 die erste eigene Maschine, eine nagelneue Honda NSR 125 – und gleich die ersten Optimierungen. Mit 18 folgt die große Maschine: mehr Leistung, eine selbst optimierte Zünd- und Einspritzanlage und eine eigene Tacho- und Instrumenteneinheit mit selbst gebauter Elektronik. Abgestimmt und getestet wird auf dem Leistungsprüfstand einer befreundeten Zweiradwerkstatt. Das Taubertal mit seinen Motorradstrecken liegt gleich nebenan.
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2006
Gesellenprüfung als Kammersieger
Gesellenprüfung zum Kraftfahrzeugmechaniker – bewusst im Pkw-Bereich: Dort hält zu dieser Zeit massiv neue Technik Einzug, von moderner Abgas- und Automatikgetriebetechnik bis zu den ersten elektronisch-hydraulisch geregelten Fahrwerken, mit Mercedes-Benz als Technologieträger. Er schließt als Prüfungsbester in ganz Unterfranken ab und wird damit Kammersieger der Handwerkskammer für Unterfranken. Zusätzlich erhält er den Preis der Obermeisterstiftung der Kfz-Innung Unterfranken.
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2007
Diagnosetechniker
Ausbildung zum Diagnosetechniker bei DaimlerChrysler – so hieß Mercedes-Benz damals – im Entwicklungszentrum mitten in Stuttgart: rund ein Jahr lang Module im Selbststudium zu Hause und vor Ort, jeweils mit Präsenzprüfung – ein erster Schritt zum Meister. Zum ersten Mal Ingenieursluft: Auf dem Hof fahren Prototypen, die erst Jahre später auf den Markt kommen. Hier reift die Idee, Ingenieur zu werden. Zurück bei Iglhaut folgt die Arbeit als Diagnosetechniker und Vertretung des Werkstattmeisters.
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2008
Die erste eigene Werkstatt
Geschraubt wird nebenbei im Hof und in der Einfahrt. Als es vom Motorrad mehr zu den Autos geht, braucht es mehr Platz: Auf dem Grundstück der Eltern entsteht eine eigene Werkstatt mit großer Grube und Platz für das Werkzeug – gebaut gemeinsam mit Bruder und Vater.
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2010
Fachabitur
2009 und 2010 unter der Woche Vollzeit an der Berufsoberschule im technischen Zweig, abends und am Wochenende die Vorbereitung auf die Meisterprüfung. In seiner Facharbeit untersucht er die Steuerungs- und Regelungstechnik von ABS und ESP an Pkw. Dafür führt er eigene Fahrversuche auf Schnee und glatter Fahrbahn durch – bei Fahrten und Messwertaufzeichnung unterstützt von seinem Bruder – und wertet die Ergebnisse anschließend selbst aus und bewertet sie. Das Fachabitur gelingt mit der Note 1,9.
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2010
Meister mit Auszeichnung
Ab 2008 absolviert er den theoretischen Teil der Meisterausbildung in Würzburg an der Akademie für Unternehmensführung der Handwerkskammer für Unterfranken – knapp drei Jahre berufsbegleitend in Teilzeit und in Präsenz. Die Werkstattpraxis ist durch die Ausbildung zum Diagnosetechniker bereits abgedeckt; den Meisterkurs finanziert ein Weiterbildungsstipendium der Begabtenförderung des Bundes. Kurz nach dem Fachabitur folgt die Meisterprüfung: Handwerksmeister Kraftfahrzeugtechnik – als einer der Jahrgangsbesten ausgezeichnet mit dem Meisterpreis der Bayerischen Staatsregierung.
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2010–2014
Diplomingenieur (FH)
Diplomstudium Ingenieurinformatik an der Hochschule Würzburg-Schweinfurt, Standort Schweinfurt: ein kleiner, anspruchsvoller Studiengang mit rund 30 Studierenden pro Jahrgang. Im Kern ist es ein Mechatronikstudium, mit dem selbst gelegten Schwerpunkt Prozess- und Automatisierungstechnik sowie Informatik. Schweinfurt ist ein renommierter Standort für Fahrzeugtechnik, mitten im Herzen der deutschen Zulieferindustrie: ZF, Schaeffler, SKF und Bosch Rexroth haben hier große Werke. Schon während des Studiums Praktika im Entwicklungs- und Versuchsbereich beim Kfz-Zulieferer Brose; dort entsteht auch die Diplomarbeit im Bereich Messtechnik. Das Diplom schließt er mit der Note 1,8 ab – einer der besten Abschlüsse seines Jahrgangs.
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2014–2018
Entwicklungsingenieur bei Brose
Nach dem Studium Entwicklungs- und Versuchsingenieur bei Brose: Er testet und validiert Elektromotoren und Steuerelektroniken bis zur Freigabe – Bauteile, die heute in vielen Millionen Pkw im Einsatz sind. Den Fuß nimmt er dabei nie aus der Werkstatt: Schon im Studium und über all die Jahre ist er nebenher als Meister tätig – vor allem bei 1A Autoservice Schäfer, einer Kfz-Meisterwerkstatt in Schönfeld – und unterstützt weitere Werkstätten.
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2019
Kanada
Nach der Zeit bei Brose geht er für knapp ein Jahr nach Kanada und arbeitet dort in der Kfz-Branche. Die Technik ist robuster, die Witterung rauer – und schnell spricht sich herum, dass er auch die komplizierten deutschen Autos reparieren kann. So fasst er rasch Fuß. Mit vielen neuen Eindrücken kehrt er zurück und wagt den Schritt in die Selbstständigkeit.
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Ende 2019
Daniel Nagler Kfz-Technik in Leipzig
Zurück in Deutschland stößt er durch Zufall in Leipzig – einer jungen Universitätsstadt mit viel Bewegung und Wachstum – auf eine leerstehende Industriehalle, in der früher schon eine Werkstatt war. Er baut sie zur Kfz-Werkstatt aus und macht sich selbstständig. Anfangs ist er parallel Werkstattmeister und Ausbilder in der benachbarten Werkstatt West, einem freien Betrieb mit knapp 50 Mitarbeitern. Dort entwickelt er Prozesse, führt sie ein, schult die Mitarbeiter und richtet Meisterbüros ein. Als die eigene Werkstatt schnell wächst, konzentriert er sich ganz auf sie – spezialisiert auf Oldtimer, ausgebaute Busse und Wohnmobile, zuletzt mit zwei Gesellen und einem Auszubildenden.
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2024
Auto Nagler in Königsdorf
2023 fällt die Entscheidung für eine Werkstatt in Oberbayern. Mit Thomas Reinecke, dem damaligen Inhaber, stimmt die Chemie vom ersten Gespräch an – und über die Weiterführung seiner Werkstatt ist man sich schnell einig. Seit der Jahreswende 2023/24 führt Daniel Nagler den Betrieb in Königsdorf unter dem Namen Auto Nagler fort: als Kfz-Meisterwerkstatt für alle Marken und Ausbildungsbetrieb – mit dem Anspruch, Bewährtes zu erhalten und die Werkstatt weiterzuentwickeln.
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Heute
Die digitale Werkstatt
Schritt für Schritt wird aus der klassischen Kfz-Werkstatt ein voll digitaler Betrieb. Aufträge laufen papierlos, transparent und nachvollziehbar über ein selbst entwickeltes Auftragssystem. Am eigenen Tablet oder Smartphone hat jeder Mitarbeiter alle Informationen zur Hand, die er braucht – Reparaturliteratur und Teilebestellung öffnen sich direkt aus dem Auftrag. Kunden sehen anhand von Fotos, was an ihrem Fahrzeug gemacht wird, und erhalten auf Wunsch einen automatisch erstellten Bericht per E-Mail. So ist die Werkstatt gerüstet für Elektro- und Hybridfahrzeuge, Kamera- und Fahrerassistenzsysteme – und arbeitet durchgängig nach Herstellervorgaben, damit die Garantie erhalten bleibt.
Hier finden Sie uns
Auto Nagler – Kfz-Meisterwerkstatt
Gewerbering am Brand 2
82549 Königsdorf Wiesen
So erreichen Sie uns
Tel.: 08179 998159
E-Mail: info@auto-nagler.de
Öffnungszeiten
| Mo. – Do. | 7:30 – 12:00 und 13:00 – 17:30 Uhr |
|---|---|
| Fr. | 7:30 – 12:00 und 13:00 – 15:00 Uhr |